Besuch in einer Apfelsaftfabrik

Unsere Klasse (4b) besuchte am 23.9.2010 die Firma Rösch in Eglosheim (eine ziemlich kleine Fabrik). Schon beim Ankommen wehte uns ein leicht mostiger Geruch in die Nase. Dort empfing uns Frau Rösch persönlich, um uns durch das Gelände zu führen. 

Sofort fielen uns die riesigen Silos (16 Tonnen-Silo und ein 18 Tonnen-Silo) ins Auge. Hier werden die abgegebenen Äpfel für kurze Zeit gelagert. Wir sahen, wie die Äpfel aus den Silos mit einem großen Schlauch ins Innere gespült wurden. Drinnen wurden sie anschließend gewaschen und überflüssige Teile, wie Schale, Kerne und Blätter aussortiert.

Anschließend zerkleinerte eine recht laute Maschine die Äpfel und die sogenannte Maische kam heraus. Die zerkleinerten Äpfel wurden anschließend in der Bandpresse ausgequetscht und der leckere Saft lief an den Seiten in ein großes Becken. Dort war der Schaum fast 40 cm hoch.

Frau Rösch bot uns allen eine Kostprobe dieses frischen Saftes an. Er schmeckte uns ausgezeichnet, so dass sie uns sogar eine zweite Runde spendierte. Allerdings warnte sie uns vor der abführenden Wirkung des Saftes.

Die Apfelabfälle, der so genannte Trester, wurden in einen kleinen Anhänger und in einen großen Container befördert. Wer wollte, durfte sogar Trester in die Hand nehmen.
Wir erfuhren, dass Förster gerne den Trester abholen, um ihn im Winter an die Tiere im Wald zu verfüttern. Frau Rösch erklärte uns außerdem, dass der Trester an Schweine verfüttert, als Dünger verwendet oder sogar zu Apfelshampoo weiterverarbeitet wird.

Anschließend ging es zur Abfüllanlage. In der sehr warmen Halle entdeckten wir viele leere Flaschen. Weil der Saft in Mehrweg-Pfandflaschen abgefüllt wird, müssen die Flaschen vor der Befüllung gewaschen werden. Eine Frau sortierte die kaputten Flaschen aus. Das musste sie sehr schnell machen, da die Flaschen auf dem Fließband vorbeizogen.

Mit einer speziellen Maschine wurde der heiße Saft in die Flaschen gefüllt, danach die Verschlüsse automatisch angeschraubt (jeder einzelne Verschluss wird extra mit einer Maschine angepasst). Noch ein bisschen weiter gab es eine Maschine, die die Etiketten an die Flaschen klebte. Ein Sensor gab Zeichen, sobald eine Flasche kam.

Jetzt war der Apfelsaft in der Flasche. Sie war fest verschraubt und mit einem Etikette beklebt.

Bei der Firma Rösch wird nicht nur Saft hergestellt sondern man kann ihn dort direkt kaufen. Im Laden erblickten wir sehr viele Kästen mit Flaschen, es gibt keine Tetrapacks. Frau Rösch gab uns noch einen Kanister mit frisch gepressten Saft mit in die Schule. Diesen mussten wir am nächsten Tag sofort verbrauchen, da der frische Saft schnell gärt. Er hat lecker geschmeckt und wir bedanken uns recht herzlich dafür.